Tim Ottenbacher überragt bei VfR-Sieg
Vier Stunden lieferten sich die TSG 1845 Heilbronn und der VfR Birkmannsweiler, in der Tischtennis Oberliga, einen Fight auf Biegen und Brechen. Am Ende setzte sich der VfR hauchdünn mit 9:7 durch. Den Grundstein zum überraschenden Auswärtssieg legte der bärenstarke Tim Ottenbacher, der mit insgesamt vier Punkten zum Matchwinner avancierte.
Mit dem Unentschieden gegen Gnadental war das Birkmannsweiler -Sextett vergangene Woche noch unzufrieden gewesen. Dieses Mal strahlten die Spieler um die Wette. Kein Wunder, denn schließlich gilt Heilbronn als heißer Anwärter um den Aufstiegsplatz in die Regionalliga.
Von Beginn an fand der VfR sehr gut in die Begegnung und damit auch zurück zu alter Doppelstärke. Zwei Paarungen konnten knapp gewonnen werden. Besonders der Sieg von Berkan Özler und Thomas Ogunrinde gegen den Schweizer Andi Führer und Paralympics-Champion Jochen Wollmert war hart erkämpft. Jeder der vier Sätze endete mit nur zwei Punkten unterschied.
Im vorderen Paarkreuz folgte dann der erste Rückschlag. Roman Domagala verlor trotz ansprechender Leistung und auch Dapo Akiode zog denkbar knapp mit 11:8 im Entscheidungssatz den Kürzeren. Kleines Kuriosum: Satz 1 ging mit sage und schreibe 20:18 an seinen Heilbronner Widersacher, Michael Dudek.
Da auch der grippegeschwächte Thomas Ogunrinde seinem Gegner Patrick Dudek nach drei Sätzen gratulieren musste, führte Heilbronn mit 4:2 und schien seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Doch Birkmannsweiler konterte in seiner stärksten Phase mit vier umkämpften Siegen in Folge. Dapo Akiode konnte dabei seine Niederlage aus dem Hinspiel, als er Adrian Klosek noch mit 15:13 im Entscheidungssatz unterlegen war, wettmachen und siegte seinerseits hauchdünn in fünf Sätzen. Nach einer weiteren Viersatzniederlage Domagalas trumpften Tim Ottenbacher und Thomas Ogunrinde groß auf und besiegten Patrick Dudek und Andi Führer.
Noch ein Punkt fehlte zum möglichen Auswärtssieg. Thorsten Schiek und Berkan Özler machten auch rasch da weiter, wo sie im ersten Vergleich aufgehört hatten. Schnell führten sie mit beruhigenden 2:0 Sätzen. Möglicherweise waren sie sich dann aber doch zu sicher oder verließen sich gegenseitig aufeinander, denn aus dem 2:0 wurden urplötzlich, 2:3-Niederlagen.
Somit ging es ins Schlussdoppel. Mit Tim Ottenbacher/Dapo Akiode und Adrian Klosek/Michael Dudek standen sich zwei der stärksten Oberliga-Doppel gegenüber. Von Beginn an zeigte das Birkmannsweiler-Duo seine Extraklasse, siegte schließlich verdient in vier Sätzen und machte damit den überraschenden 9:7-Erfolg perfekt.
Klosek, Adrian/Dudek, Michael – Domagala, Roman/Schiek, Thorsten 3:0
Dudek, Patrick/Bleck, Roman – Akiode, Dapo/Ottenbacher, Tim 2:3
Führer, Andi /Wollmert, Jochen – Ogunrinde, Thomas/Özler, Berkan 1:3
Klosek, Adrian – Domagala, Roman 3:1
Dudek, Michael – Akiode, Adedeji-Adedapo 3:2
Dudek, Patrick – Ogunrinde, Thomas 3:0
Führer, Andi Ottenbacher, Tim 1:3
Wollmert, Jochen – Schiek, Thorsten 1:3
Bleck, Roman – Özler, Berkan 1:3
Klosek, Adrian – Akiode, Adedeji-Adedapo 2:3
Dudek, Michael – Domagala, Roman 3:1
Dudek, Patrick – Ottenbacher, Tim 2:3
Führer, Andi – Ogunrinde, Thomas 0:3
Wollmert, Jochen – Özler, Berkan 3:2
Bleck, Roman – Schiek, Thorsten 3:2
Klosek, Adrian/Dudek, Michael – Akiode, Dapo/Ottenbacher, Tim 1:3






