Gut gespielt und doch verloren
Teuer verkauft hat sich das Oberliga-Sextett des VfR Birkmannsweiler beim schweren Auswärtsspiel gegen den aufstiegsambitionierten TSV Wendlingen. Da die Wendlinger beinahe alle engen Spiele für sich entscheiden konnten, musste sich die Mannschaft um Kapitän Thorsten Schiek am Ende dennoch deutlich mit 4:9 geschlagen geben.
Dass es überhaupt zu diesem Aufeinandertreffen kam, verdanken die Wendlinger einem Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart. Aufgrund eines zweifelhaften Spielereinsatzes in der Vorsaison, wurden sie vom Verband zunächst in die Verbandsliga eingestuft, was das Gericht als unzulässig ansah und mit dem nachträglichen Aufstieg in die Oberliga korrigierte.
Doch dass sie auch hier zu den Besten zählen, stellten sie gegen Birkmannsweiler eindrucksvoll unter Beweis. In den Doppeln siegten für den VfR lediglich Tim Ottenbacher und Dapo Akiode in drei Sätzen gegen Heiko Zapf und Peter Stritt. Die beiden anderen Partien gingen deutlich zu Gunsten der Wendlinger aus.
Zu seinem ersten Einzeleinsatz kam Marek Krawczyk, der den nach wie vor verletzten Spitzenspieler Thomas Ogunrinde ersetzte. Durch diese Umstellung rutschte Roman Domagala ins vordere Paarkreuz und der Altmeister zeigte dort seine ganze Klasse. Gegen den ehemaligen Zweitligaspieler Markus Schlichter machte er in den ersten beiden Sätzen nur sechs Punkte, steigerte sich dann aber gewaltig und triumphierte am Ende etwas überraschend im Entscheidungssatz. Dapo Akiode und Berkan Özler konnten es ihm am Anschluss nicht gleich tun und verloren recht deutlich gegen Benjamin Gerold und Peter Stritt. Ein Schlüsselspiel das symptomatisch für die ganze Begegnung sein sollte, gab es zwischen Tim Ottenbacher und Marco Prce. Ottenbacher führte im Entscheidungssatz schon mit 9:3, ehe plötzlich der Faden riss und Prce ihm mit acht Punkten in Folge den sicher geglaubten Sieg noch entriss.
Kurzzeitig keimte wieder Hoffnung auf als Ersatzmann Marek Krawczyk, dank seiner gefährlichen Aufschläge mit einem Viersatz-Sieg gegen Christian Cavatoni den Anschluss herstellte. Doch Thorsten Schiek verlor postwendend mit 0:3 gegen Heiko Zapf.
Dann die Vorentscheidung im Überkreuzvergleich des vorderen Paarkreuzes. Domagala und Akiode spielten stark, hatten gegen Schlichter und Gerold aber in den entscheidenden Situationen nicht das nötige Glück und unterlagen jeweils in fünf engen Sätzen. Tim Ottenbacher konnte noch einmal verkürzen, ehe eine weitere knappe Niederlage von Berkan Özler die Niederlage besiegelte. Mit 10:8 Punkten steht Birkmannsweiler weiterhin im gesicherten Mittelfeld, auf Platz vier der Tabelle.
Schlichter/Gerold – Domagala/Schiek 3:0
Stritt/Zapf – Akiode/Ottenbacher 0:3
Prce/Cavatoni – Özler/Krawczyk 3:1
Schlichter – Domagala 2:3
Gerold – Akiode 3:0
Stritt – Özler 3:1
Prce – Ottenbacher 3:2
Cavatoni – Krawczyk 1:3
Zapf – Schiek 3:0
Schlichter – Akiode 3:2
Gerold – Domagala 3:2
Stritt – Ottenbacher 0:3
Prce – Özler 3:2






