VfR Birkmannsweiler 1938 e.V.

Am Anfang geht’s auch mit Freibadschläger

26. April 2008 | Autor: kuebi

Die Waiblinger Kreiszeitung stellt heute im Rahmen ihrer Serie “Nachwuchsrunde” das Jugentraining des VfR Birkmannsweiler samt ihrer Talente vor.More...

 

Beim VfR sind Neueinsteiger immer willkommen – und die Erfolge bleiben nicht aus

 

Von unserem Mitarbeiter Ralph Rolli
 

Dass Tischtennis nicht nur zur Freizeitbeschäftigung im Freibad dienen kann, zeigt die Jugendabteilung des VfR Birkmannsweiler. Dort wird unter professioneller Leitung trainiert und mit Philipp Schäfer (16 Jahre alt) ein hoffnungsvolles Talent herangezogen.

 

30 Jugendliche im Alter von acht bis 17 Jahren sind es am Trainingsabend in der Sporthalle Talaue in Birkmannsweiler. Tischtennis-Jugendleiter Dennis Glinicki hat ein motiviertes, aber auch genau arbeitendes Team um sich: Jürgen Frey, der zusammen mit Michael Schwägle für die Organisation zuständig ist, notiert sich akribisch, welcher Jugendliche zum Training erscheint und wer fehlt.

 

„Jürgen ist unsere gute Seele. Er hat ein sehr gutes Verhältnis zu den Jugendlichen und weiß auch immer genau, warum ein Jugendlicher gefehlt hat, sei es ein Geburtstag, Krankheit oder sonstiges.

 

“Jürgen erfährt einfach alles”, erklärt Glinicki lächelnd.

 

Professionell sind die Trainer Marek Krawczyk, Thomas Ogunrinde, Alexey Bogdanov, Thomas König und Roman Domagala – allesamt Spieler des VfR Birkmannsweiler und somit gute Vorbilder. Da wird schon mal an einem Trainingsabend „Balleimertraining” oder „Systemtraining” (eine Aufgabe wird gestellt, wie der Ball gespielt werden muss) geübt. „Wir arbeiten da leistungsbezogen, aber der Spaß am Tischtennis darf trotzdem nicht zu kurz kommen”, sagt Dennis Glinicki.

 

Dass es den Kindern Freude macht, mit erfahrenen Coachs zu arbeiten, sieht man auch daran, dass „bei den Heimspielen viele unserer Jugendlichen zuschauen und ihre Trainer anfeuern”, erklärt Glinicki.

 

Heute zweites Schulturnier

 

Viele der Kinder kommen durch die Kooperationsarbeit mit den örtlichen Schulen zum Tischtennis. „So haben wir am 26. April unser zweites Schulturnier mit den Schulen aus Winnenden und Umgebung ausgeschrieben. Gesucht werden vor allem Kinder in den jüngeren Jahrgängen, gerne auch Mädchen. Derzeit sind es nur Jungs.” Glinicki hätte zwar ein Mädchen, „dass gerne mitmachen würde, aber nur, wenn sich ein weiteres finden würde”.

 

Eines der Kinder, die durch eine Tischtennis-AG zum Verein kamen, ist Christoph Stössinger, der zusammen mit Niklas Doktor (beide zehn Jahre alt) die Qualifikation zum Schwerpunkt-Ranglistentur¬nier am 27. April in Neuffen geschafft hat. Ebenfalls qualifiziert hat sich Philipp Schäfer (16), und der hat als Ziel: „Ich möchte mal Profispieler werden. Um dieses Ziel zu erreichen, trainiert Philipp, der als Vorbilder Timo Boll und Dimitri Ovtcharov nennt, jeden Tag und geht zusätzlich nach Hebsack zum Sonderlehrgang.

 

Zwar werden gerne neue Interessierte (Glinicki lächelnd: „Die dürfen am Anfang gerne noch mit ihrem Freibadschläger kommen begrüßt, aber einen Neuzugang kann der VfR heute schon präsentieren: Momcilo Bojic, der für Steinheim in der zweiten Bundesliga spielt, kommt in der nächsten Saison in den Winnender Stadtteil, wird für Birkmannsweiler spielen und ebenfalls die Jugendlichen trainieren.

 

Spieler der Saison wird gekürt

 

Da wird dann – wie immer – Jürgen Frey  auf seinem Stuhl sitzen und aufschreiben, wer zum Training erscheint.

 

Müssen eigentlich die Abwesenden Konsequenzen fürchten? „Ganz im Gegenteil“, erklärt Dennis Glinicki. „Am Ende der Saison küren wir den Spieler der Saison und da spielt auch die Anwesenheit eine Rolle. Bei der Weihnachtsfeier wird der Spieler, der am meisten dabei war, prämiert.“

 

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