Bericht Württembergischer Pokal 2007
Exklusiv berichtet Freddy Spies als Reporter vor Ort vom Sieg der Herren III in Stuttgart, womit sich das Quartett ins Saarland zu den Deutschen Pokal-Meisterschaften aufmachen darf.
Gustav Talpai als Matchwinner
„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“, skandierten die Fans der dritten Herrenmannschaft nach dem dramatischen Finale gegen die TSG Großbottwar.
Nun ja, Berlin ist in unserem Fall Merzig und die Pokalmeisterschaften waren auch nur für untere Spielklassen, in unserem Fall bis zur Kreisliga A angesetzt. Nichts desto trotz ist das Erreichen der Finalrunde als riesiger Erfolg zu werten, schließlich wurden wir allenfalls als Geheimfavoriten angesehen. Dass es dennoch zum Sieg reichte, verdanken wir einer geschlossenen Teamleistung (jeder punktete konstant), der Nervenstärke eines „Routiners“ (Gustav, 69) und vor allen Dingen den lautstarken Anfeuerungsrufe unserer Fans aus der zweiten Mannschaft (Bob, Möltier, Domme, Todde). Vielen Dank dafür!
Zum Spielverlauf: Die Vorrunde verlief weitestgehend problemlos. Lediglich zwei Spiele und ein Dutzend Sätze gestatteten wir in unseren drei Vorrunden-Spielen den Gegnern. Ansonsten nutzten wir sie hauptsächlich zum experimentieren was die Doppelaufstellung angeht und zur Schonung einzelner Spieler. Denn die Feuerkraft jedes Einzelnen wurde später noch gebraucht. Im Halbfinale wartete dann die „Regionalliga-Reserve“ aus Neckarsulm auf uns. Jung, dynamisch, offensiv forderten sie uns heraus. Das klingt alles gut, jedoch war ihr Spiel letztendlich zu sehr mit Fehlern behaftet um uns gefährlich werden zu können. So stand ein lockerer, routinierter 4:0-Sieg am Ende zu Buche und man zog ins Finale ein. Dort stand mit Großbottwar das allgemein am stärksten eingestufte Trio gegen uns an der Platte. Die „Zweite“, ebenfalls mit großen Ambitionen gestartet, befand sich zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr aktiv im Turniergeschehen. Das ohne Zweifel vorhandene Potenzial konnte insgesamt nicht abgerufen werden, allerdings erwiesen sich die Gegner auch als überraschend spielstark. Anstatt sich daraufhin sofort auf den Heimweg zu machen griffen sie lieber zu Kaffee und Kuchen und feuerten uns mit voller Kraft an. Dies beflügelte zunächst den älteren der beiden König-Zwillinge, Marco, zu einem Dreisatzsieg gegen Nowak. Parallel dazu zog der bis dahin ohne Satzverlust spielende Spies gegen Meixner den Kürzeren. Ein anschließend sicherer Talpai-Sieg und eine unglückliche Doppelniederlage (9:6 Führung im 5.Satz) ließen auf ein spannendes Ende hindeuten. Es folgte ein 4-Satz Erfolg von Spies gegen Friedl und eine Niederlage von Marco König gegen Meixner. Der große Showdown war somit perfekt. Gustav Talpai gegen Nowak um den Sieg und die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften. Routine gegen jugendliche Unbeschwertheit. Abwehr gegen Angriff. Unterschiedlicher geht es wirklich kaum, einzige Gemeinsamkeit, der unbedingte Siegeswille. Fünf lange Sätze lief das Duell auf Augenhöhe ab, ehe Gustl sich mit einem Rückhandschussball durchsetzen konnte und die verdienten Ovationen, nicht nur der VfR-Fans, genießen durfte. Mein Dank geht auch an Großbottwar für das lange und faire Finale. Spontan organisierten wir noch einige Flaschen Bier und man stieß zusammen an. Geplant ist für nächste Saison auch ein Freundschaftsspiel, ich hoffe es kommt zustande, denn auch im Feiern werden sich diese beiden Topteams wohl nichts schenken und ein hartes Duell ausfechten.
Wir freuen uns nun auf die deutschen Meisterschaften vom 17. – 20. Mai in Merzig und hoffen auch dort den Verein würdig vertreten zu können. Prognosen sind immer schwierig, besonders wenn sie in der Zukunft liegen.
So halten wir es mal bescheiden mit VfB-Jahrhundert-Spieler Krassimir Balakov, der vor seiner ersten Saison beim VfB 1995 ankündigte:


Unsere Helden (von links):
Freddy Spies, Gustav Talpai, Thomas und Marco König






