Herren 2 & Herren 6 holen sich das „Double“
Was für den VfB am 26. Mai Berlin sein wird, war für unsere Meisterteams der Bezirksliga und Kreisklasse C am Sonntag Leutenbach, das zum Schauplatz des doppelten VfR-Triumphs wurde.
Das zweite Ensemble musste auf Marek Krawczyk verzichten, der als Betreuer beim Jugend-Schwerpunkt in Neuffen weilte. Und Dominic Bärtl stand aufgrund einer Konfirmation erst für ein mögliches Finale bereit. Trotzdem gingen Thorsten Schiek, Bobby Grumaz und Marcus Mölter optimistisch in das Halbfinale der Herren A gegen den Ligakonkurrenten aus Allmersbach, denn man hatte in der Punkterunde zweimal 9:1 gewonnen. Es ist zwar oft nur eine Redewendung, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat, doch sie traf auch für diese Partie zu. Im Auftakteinzel unterlag „Mölti“ dem Spitzenmann des Bezirksliga-Vierten, Sanwald, knapp in drei Sätzen. Dann das Duell zwischen Thorsten Schiek und Masatoshi Kobayashi. Von der Papierform eigentlich eine leichte Aufgabe, den Kobayashi erspielte im mittleren und hinteren Paarkreuz nur drei Siege bei elf Niederlagen. Thor dagegen vorne makellose 17:0.
Doch der junge Japaner hielt mit seinem druckvollen Angriffen gut mit und zeigte vor allem Kämpferqualitäten, als er im zweiten Durchgang von 3:10 bis auf 9:10 heran kam. Am Ende setzte sich aber Thorsten 11:8, 11:9 und 11:8 durch – 1:1.
Im Duell der „Dreier“ bekam es Bobby Grumaz mit Dietmar Wenig zu tun. Ein Treffen zweier Topleute des mittleren Paarkreuzes. Doch anders als in der Rückrunde war diesmal der Allmersbacher der Durchschlagkräftigere – 1:2.
Thorsten Schiek und Bobby Grumaz hatten zwar mit Sanwald/Kobayashi vier Abschnitte einige Mühe, doch der Ausgleich war hergestellt.
Thorsten hielt auch Sanwald in jedem Satz hauchdünn auf Distanz, was „Mölti“ gegen Wenig leider nicht glückte. Im Entscheidungssatz und zum dritten Mal nach Durchgang eins und zwei in der Verlängerung musste er sich geschlagen geben – 3:3.
Die Entscheidung über den Finaleinzug fiel nun zwischen Bobby und Kobayashi.
Nach einem Marathon in Durchgang eins (16:14) ebnete Bobby dann mit zweimal 11:6 den Weg ins Finale.
Parallel dazu hatten unsere Herren 6 mit dem SV Hussenhofen, immerhin mit stolzen 32:0 Punkten Meister der Kreisklasse C Schwäbisch Gmünd, im E-Pokal weitaus weniger Probleme.
Stefan Här machte gegen Mettendorf den Anfang und besorgte die Führung. Wolfgang Rauleder befand sich mit einer 2:1-Satzführung gegen die Hussenhofer Nummer eins, Michael Krieg, in aussichtsreicher Position. Doch etwas unglücklich musste er mit 10:12 und 9:11 die nächsten Durchgänge und damit das Spiel abgeben.
„Pokalfighter Diet“ setzte seinen „Antitop“ gekonnt ein und brachte dem in der Rückrunde unbesiegten Franjo Jembrich nicht nur zur Verzweiflung, sondern den VfR mit 2:1 auf Kurs.
Diese Steilvorlage wussten Stefan und Wolfgang im Doppel gegen Krieg und Mettendorf auch gleich zu nutzen – 3:1.
Den Rest steuerte Stefan mit seinem zweiten Einzelerfolg über Krieg bei.
Im Endspiel lauteten die Paarungen VfR 2 – SG Bettringen und VfR 6 – FC Schechingen 4.
Die „Zweite“ startete gegen den punktlosen Landesliga-Absteiger mit einer Fünf-Satz Niederlage von Bobby Grumaz gegen Claus Knödler, der im mittleren Paarkreuz zu den Besten der Landesliga zu zählen ist. Thorsten Schiek fand gegen Sis zunächst nicht richtig ins Spiel und sah sich nach einem Satzverlust auch im zweiten einem 5:9-Rückstand gegenüber. Doch nun legte „Thor“ eine Schippe drauf, bog diesen Durchgang noch zum 12:10 um und hatte im Anschluss die Partie dann sicher im Griff. Diese Beschreibung traf auch auf Dominic Bärtl zu, der Christian Prellwitz, die Nummer eins der zweiten Bettringer Mannschaft und der gesamten Kreisliga B Schwäbisch Gmünd, mit 11:4, 11:9 und 11:6 besiegte.
Im Doppel an der Seite von „Mölti“ lief es für Dominic dagegen nicht nach Plan und die SG Bettringen stellte durch Knödler/Sis den 2:2-Gleichstand her.
Und die nächsten beiden Einzel begannen aus VfR-Sicht alles andere als wunschgemäß. Thorsten Schiek hatte gegen Knödler zweimal 11:13 das Nachsehen und Bobby Grumaz lag parallel gegen Prellwitz 1:2 zurück. Doch beide drehten ihre Partien noch relativ deutlich und der VfR II gewann somit nach der Meisterschaft am 24. März nun auch den Pokal.
Hervorzuheben ist wieder einmal Thorsten Schiek, der beim gesamten „Final Four“ in vier Einzeln und einem Doppel ungeschlagen blieb.
Viel einfacher machte es sich wie schon im Semifinale die „Sechste“ gegen den FC Schechingen IV, Zweiter hinter Hussenhofen in der Kreisklasse C Schwäbisch Gmünd.
Wolfgang Rauleder hatte nach zwei verlorenen Abschnitten, den Spitzenspieler Marc Dziwisch geknackt und gewann deutlich. Das nagte bei den Schechingern bestimmt an der Moral, den ihre Nummer eins spielte in der Rückrunde mit 14:2 die beste Bilanz der Liga.
Auf jeden Fall markierten Stefan Här gegen Jockel und Dieter Kögel gegen Roggenstein bereits das 3:0.
Stefan und Wolfgang mussten Dziwisch/Roggenstein zwar das Doppel überlassen, doch Stefan revanchierte sich dafür im anschließenden Einzel, indem er Dziwisch mit 3:0 schlug.
Auch die Herren VI hatten in Dieter Kögel einen Mann in ihren Reihen, der sich aufgrund ausgeklügelter und regelmäßiger Flüssigkeitszufuhr gewohnt spritzig am Tisch zeigte und so seine zwei Einzel ohne einen einzigen Satz abzugeben souverän gewann.
Nach der Meisterschaft, die ebenfalls schon gemeinsam mit den Herren II am 24. März gefeiert werden konnte, gesellt sich nun auch der Pokalsieg dazu. Zwei Titel – und das gleich im ersten Jahr seit Gründung der Herren VI…






